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TourneyFlow

Anzeigetafel für die Halle: was du brauchst

Beamer oder Fernseher, Kabel, Auflösung und Schriftgröße – wie du eine gut lesbare Anzeigetafel für dein Turnier aufbaust, ohne teure Spezialtechnik.

Stand: 03.08.2026 · Lesezeit etwa 7 Minuten

Eine feste Anzeigetafel hat kaum eine Vereinshalle. Die gute Nachricht: Du brauchst keine für ein paar tausend Euro. Ein Beamer oder ein großer Fernseher, ein Laptop und die richtige Software reichen völlig — und sehen oft besser aus als die alte Klappanzeige.

Warum überhaupt eine Anzeigetafel?

Weil sonst niemand weiß, was los ist. Ohne sichtbaren Spielstand fragt alle zehn Minuten jemand am Kampfgerichtstisch nach — und das Kampfgericht hat anderes zu tun. Dazu kommt: Spielzeit und Zeitstrafen im Kopf zu behalten funktioniert bei zwei parallelen Feldern nicht.

Was eine gute Tafel leistet:

  • Spielstand und Spielzeit für alle sichtbar
  • laufende Zeitstrafen mit Restzeit — auch für die Trainer wichtig
  • welches Spiel gerade läuft, welche Gruppe, welche Runde
  • Platz für Sponsorenlogos und Durchsagen im Laufband

Beamer oder Fernseher?

BeamerGroßer Fernseher
Bildgröße2 bis 4 Meter, sehr gut55–75 Zoll, für kleine Hallen ausreichend
HelligkeitProblem bei Tageslicht — mindestens 3.500 LumenUnkritisch
AufbauProjektionsfläche nötig, Abstand beachtenRollständer, fertig
Kostenab ca. 400 € oder geliehenab ca. 500 €, oft schon im Verein vorhanden

Aus der Praxis: In Hallen mit großen Fensterflächen ist der Beamer oft eine Enttäuschung — vormittags sieht man kaum etwas. Ein Fernseher auf Rollständer ist dort die verlässlichere Wahl. Viele Hallen haben ohnehin einen für Schulungen.

Als Projektionsfläche reicht eine weiße Hallenwand. Eine Leinwand ist schöner, aber im Zweifel nicht nötig. Wichtig ist nur: Die Fläche darf nicht im direkten Sonnenlicht liegen, und der Beamer sollte nicht im Weg stehen, wo Bälle hinfliegen.

Der Aufbau: Rechner, Kabel, Strom

Du brauchst:

  • Einen Laptop am Kampfgerichtstisch. Jedes Gerät der letzten zehn Jahre genügt — die Tafel ist eine Webseite, keine 3D-Anwendung.
  • Ein HDMI-Kabel in ausreichender Länge. 10 Meter sind Standard, bis 15 Meter funktioniert meist ohne Verstärker. Darüber wird ein aktives Kabel nötig.
  • Verlängerungskabel und Mehrfachsteckdose — Steckdosen sind in Hallen immer an der falschen Stelle.
  • Internet, wenn du eine Cloud-Lösung nutzt. WLAN der Halle reicht, Handy-Hotspot notfalls auch. Der Datenverbrauch ist gering — eine Aktualisierung sind wenige Kilobyte.

Der wichtigste Tipp: Baue das am Vortag oder mindestens zwei Stunden vorher auf und teste es. Der Beamer, der kein Signal bekommt, weil der Laptop nur USB-C hat, ist ein Klassiker. Ein passender Adapter kostet zehn Euro — am Turniertag hat ihn niemand.

Zwei Bildschirme richtig einstellen

Stell den Laptop auf „Erweitern“, nicht auf „Duplizieren“. Dann schiebst du die Anzeigetafel auf den Beamer und lässt die Bedienung auf dem Laptop-Bildschirm. Sonst sieht die ganze Halle mit, wie du im Menü herumklickst.

Unter Windows: Windows + P → „Erweitern“. Danach das Tafel-Fenster auf den zweiten Bildschirm ziehen und mit F11 auf Vollbild schalten. Am Mac: In den Systemeinstellungen den Beamer als eigenen Bildschirm nutzen, nicht spiegeln. Vollbild im Browser mit ctrl + cmd + F.

Lesbar aus 30 Metern: Schriftgrößen und Farben

Die Faustregel für Lesbarkeit: Pro 10 Meter Abstand etwa 4 Zentimeter Schrifthöhe. Bei 30 Metern Hallenlänge braucht der Spielstand also gut 12 Zentimeter — auf einem 3-Meter-Beamerbild sind das rund 25 Prozent der Bildhöhe.

Was sich bewährt hat:

  • Spielstand am größten — er ist die wichtigste Information
  • Spielzeit gleich daneben, etwa halb so groß
  • Heim und Gast farblich unterscheiden, aber kontrastreich: helle Schrift auf dunklem Grund liest sich in der Halle besser als umgekehrt
  • Kein Rot auf Blau und keine dünnen Schriften — beides verschwimmt aus der Entfernung

Dunkler Hintergrund hat noch einen Vorteil: Der Beamer muss weniger Fläche hell ausleuchten, das Bild wirkt kräftiger.

Was gehört auf die Tafel — und was nicht

Unbedingt: Spielstand, Spielzeit, Mannschaftsnamen, laufende Zeitstrafen.

Sinnvoll: aktuelle Runde und Gruppe, Turniername, Uhrzeit, ein Laufband für Durchsagen wie „Finale ab 17 Uhr“ oder Sponsorenhinweise.

Eher nicht: die komplette Tabelle. Die gehört auf einen Aushang oder aufs Handy — auf der Tafel kostet sie nur Platz und ist aus 30 Metern ohnehin nicht lesbar. Ebenso wenig: blinkende Animationen. Was ständig blinkt, wird nach zehn Minuten ignoriert.

Damit sie acht Stunden durchhält

Ein Turniertag ist lang. Drei Dinge, die sonst schiefgehen:

  • Bildschirmschoner und Ruhezustand ausschalten. In den Energieoptionen auf „Niemals“ stellen — sonst ist die Tafel in der Mittagspause schwarz.
  • Laptop ans Stromnetz. Im Akkubetrieb drosseln viele Geräte und verdunkeln den Bildschirm.
  • Automatische Updates aussetzen. Ein Windows-Neustart um 14 Uhr ist der schlechteste Zeitpunkt.

Bei einer Cloud-Lösung kommt dazu: Was passiert, wenn das WLAN kurz wegbricht? Eine gute Tafel zeigt dann nicht stillschweigend veraltete Ergebnisse, sondern weist darauf hin und verbindet sich selbst wieder.

Zwei Wege zur eigenen Tafel

Als Webseite: TourneyFlow Cloud zeigt die Anzeigetafel im Browser — Laptop an den Beamer, Seite im Vollbild öffnen, fertig. Farben, Schriftgrößen und alle Bausteine stellst du selbst zusammen, Sponsorenlogos lädst du hoch. Die Tafel aktualisiert sich von allein und meldet dir, wenn die Verbindung hakt. Parallel sehen Zuschauer denselben Stand auf dem Handy.

Als Programm für Windows und macOS: TourneyFlow Scoring läuft ohne Internet direkt auf dem Laptop — sinnvoll, wenn die Halle kein brauchbares Netz hat. Zeitstrafen, Siebenmeterwerfen und Auszeiten bedienst du über ein eigenes Fenster auf dem Laptop-Bildschirm.

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